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01.08.11
Pressemitteilung
Was passiert eigentlich am Dorint und am Autokino?
Dieser Frage gingen die Mitglieder der SPD-Fraktion und des Parteivorstandes im Rahmen ihrer Ferienarbeit bei einem Ortstermin nach. In der Vergangenheit war dort Großes geplant. Auf dem 20.000 qm großen Gelände neben dem Dorint-Hotel sollte ein 50 Meter hohes und 170 Meter breites elfstöckiges Bürogebäude mit 44.000 qm Geschossfläche für 2.500 Mitarbeiter entstehen.

Die Pläne stammen von dem bekannten New Yorker Architekten Helmut Jahn.

Noch im Jahr 2000 hegte man im Sulzbacher Rathaus die Hoffnung, in dieses Bürogebäude könnte eine der weltweit größten Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Andersen Consulting (2001 erfolgte die Umbenennung in Accenture) einziehen. Doch es kam anders. Das Baurecht wurde zwar geschaffen und die Erschließungsverträge zwischen dem Investor und der Gemeinde unterschrieben, doch dann haperte es an der Genehmigung für das Verkehrskonzept. Außerdem klagte ein Sulzbacher Landwirt vor Gericht.

Und so wurde der Hauptsitz für Österreich, Schweiz und Deutschland nicht in Sulzbach, sondern in Kronberg errichtet. Und deshalb wächst heute auf dem 20.000 qm großen Gelände immer noch Getreide. Im Jahr 2008 gab es nochmals ein Aufbäumen für ein Bürogebäude, doch kurz danach das endgültige Aus. Auch auf dem 50.000 Quadratmeter großen Gelände des früheren Autokinos tut sich nichts. 15.000 qm davon sind Grünfläche. Der 35.000 qm große Rest wird gelegentlich als Zusatzparkplatz für das Einkaufszentrum und als Flohmarkt genutzt. Auch das ist nicht das, was man sich so vorstellt.

Die rosigen Zeiten für gigantische Büroneubauten sind vorbei. Speditionsbetriebe, ein Schrottplatz oder ein Autohof mit Spielhallen und Erotikshops und ähnliche Überlegungen können kaum auf die Zustimmung der Sulzbacher hoffen. Also bleibt auch dort erstmal alles so, wie es ist.

Kein befriedigender Zustand. Bürgermeisterin Renate Wolf und Bauamtsleiter Winfried Pohl haben deshalb im Laufe des Jahres Gespräche mit Grundstückseigentümern, Projektentwicklern und Banken geführt. Ziel ist es, die Grundstücke einer vernünftigen und trotzdem wirtschaftlich tragfähigen Nutzung mit einer kommunalen Zielsetzung zuzuführen, ohne den Verkehr auf der bestehenden Kreuzung Bahnstraße/L 3266 zum Kollaps zu bringen, wie das beim ursprünglichen „Jahn-Gebäude“ wahrscheinlich der Fall gewesen wäre.

Dazu hat die Gemeinde als ersten Schritt einen Verkehrsplaner beauftragt, die Möglichkeiten hierzu zu untersuchen. Renate Wolf konnte erreichen, dass die Grundstückseigentümer sowie Geldinstitute die Kosten für das Gutachten übernehmen. Die SPD-Fraktion hofft, dass das riesige Gelände nach der langen Zeit des Stillstands in absehbarer Zeit endlich einer sinnvollen und dem Charakter Sulzbachs entsprechenden Nutzung zugeführt werden kann.

 

Info

Wahlkampfauftakt 2011


Kontakt

Martin Lissmann
Vorsitzender SPD Sulzbach

Billtalstraße 2
65843 Sulzbach





Telefon: 06196 71967