Ob sie tatsächlich vor das Verwaltungsgericht ziehen, ist damit aber noch nicht gesagt. „Das wird in den zuständigen Gremien der Städte und Gemeinden entschieden“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Rathauschefs und -chefinnen aus Eschborn, Bad Soden, Kelkheim, Schwalbach, Sulzbach und Liederbach. Am 14. November wollen sie sich zu einer weiteren Beratung treffen und endgültig entscheiden, ob sie eine Klage einreichen oder nicht.
„Dafür müssen insbesondere die Ergebnisse der Lärmmessungen und mögliche Alternativen berücksichtigt werden“, sagt Schwalbachs Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD). „Es gilt, eine verlässliche Datenbasis zu erhalten“, ergänzt ihre Amtskollegin Renate Wolf (SPD) aus Sulzbach. Alle betroffenen Kommunen haben inzwischen entsprechende Messstationen aufgestellt.
Die sechs Rathauschefs monieren vor allem, dass weder Bürger noch Verwaltungen bei der Verlagerung der sogenannten Gegenanflugroute um zwei Kilometer nach Norden gefragt wurden. Seitdem sind auch die Bürger im östlichen Main-Taunus-Kreis von Fluglärm betroffen. Die Deutsche Flugsicherung hatte die Routenänderung am 10. März in Kraft gesetzt, um den Betrieb der neuen Nordwest-Landebahn vorzubereiten. Sie soll Ende Oktober eröffnet werden...

