Sulzbach. Nun ist es entschieden: Der Gemeindevorstand wird von zehn auf elf Personen aufgestockt. Auslöser für den Vorstoß der Sozialdemokraten war, dass Josef Voege von der FWG am 14. April bei Stimmengleichheit im Losverfahren den Sitz im Gemeindevorstand eroberte und Heidi Fritz von Pro Sulzbach außen vor blieb.
„Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass alle Fraktionen im Gemeindevorstand vertreten sind. Dies entspricht dem Wählerwillen", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Joachim Kahle bei der Begründung des Antrages im Gemeindeparlament. „Wir wollen ein gutes Klima schaffen und dafür sorgen, dass alle Gruppierungen an den Prozessen und Informationsflüssen teilhaben", führte Kahle weiter aus. Der Genosse ist sich darüber im Klaren, „dass wir damit unsere absolute Mehrheit im Gemeindevorstand aufgeben".
Zum Verständnis: Im Gemeindevorstand sind derzeit neun Mitglieder ehrenamtlich tätig: vier Sozialdemokraten, drei CDU-Beigeordnete sowie je ein Vertreter von GAL und FWG. Bei dieser Konstellation hätte die SPD immer die Mehrheit gehabt, weil bei Stimmengleichheit das Votum von Bürgermeisterin Renate Wolf (SPD) den Ausschlag gibt. Diese Mehrheit ist nach der Aufstockung nicht mehr gesichert.
In der Sitzung der Gemeindevertreter gab es einhellige Zustimmung für den Vorschlag. Lediglich Heidi Fritz (Pro Sulzbach) als Betroffene enthielt sich der Stimme. Heidi Fritz wird in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung nach der Sommerpause als Beigeordnete in ihr Amt eingeführt und vereidigt. Sie kann danach mit ihrer Arbeit beginnen. Nachrücker in die Fraktion Pro Sulzbach im Parlament ist für sie Alfred Hase, der bis Mitte des vergangenen Jahres CDU-Gemeindevertreter war und dann ins Lager von Pro Sulzbach gewechselt ist. wm

